Test: Bayern Box – Cocktails und Drinks aus Bayern

Bayern Box – ich gebe zu, ich habe auf die Werbung in Social Media geklickt. Cocktails und Drinks aus Bayern klang einfach interessant. Auch die Bars sind im Lockdown noch geschlossen und eine Cocktail-Box für zu Hause könnte einer gute Alternative sein.  Und da im Mai bei uns einige Feiern anstehen, habe ich dezent das Tochterkind auf eine Geschenkidee aufmerksam gemacht. So „flatterte“ uns ein Paket mit gleich zwei der Boxen ins Haus „Guada Spezl“ und „Spotzl“. Die Boxen sind umweltfreundlich verpackt in einem Karton und ausgepolstert mit Holzwolle – kein überflüssiges Plastik! Schon ein Pluspunkt!

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Bayerischer Gin&Tonic

Aber was erwartet den Genießer bei einer Bayern Box? Jede Box enthält drei Cocktails bzw. Drinks. Die Boxen sind bestellbar für eine Person (29 oder 35 Euro) oder für zwei Personen (45 Euro). Vier unterschiedliche Boxen stehen inzwischen zur Auswahl – „Guada Spezl„, „Spotzl„, „Strawanzer“ und „Freindal„. Alle Boxen enthalten neben den Getränken, die allesamt aus Bayern stammen, eine Packung „Munich Munch“ – gewürzte Nüsse und Kerne sowie doppelt gebackene Breznstücke. Dazu kommt natürlich eine Rezeptkarte für die Cocktails und Drinks. Auch frische Zutaten wie Zitronen, Limetten oder eine kleine Gurke können enthalten sein – gut, die Gurke dürfte noch regional sein, aber Bayern ist noch kein Anbaugebiet für Zitronen und Limetten, aber ohne kommt kaum ein Cocktail aus. Als keine Überraschung ist noch ein Tütchen mit getrockneten Zitronen- und Limettenscheiben enthalten sowie zwei kleine Bayern-Fahnderl als Deko.

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Mondino Amaro & Tonic

Kommen wir zu den Boxen: Die Box „Spotzl“ (für zwei Personen) enthält für den ersten Cocktail einen Flasche Mondino Aperitivo (100 ml), einen bayerischen Amaro aus der Brennerei Schnitzer in Traunstein. Wir kennen die italienische Variante eines großen Herstellers und der Mondino kann durchaus mithalten. Unseren Amaro hatten wir bislang immer pur auf Eis getrunken. Hier wird er mit dem Tonic Water von Aqua Monaco sowie etwas Zitrone zum Apéro. Der zweite Cocktail besteht aus Moorrum aus Kolbermoor (eine Flasche mit 100 ml), dem Ginger Ale von Aqua Monaco, Limette und der Seses Fruchtreduktion Maracuja Minze. Letztere kam in einer 250 ml Flasche, so dass noch etwas übrig blieb. Schmeckt übrigens auch sehr gut gemischt mit Mineralwasser. Seses ist in Augsburg beheimatet. Der dritte Drink kommt fertig in der Flasche eine Schörli Rosé – eine Weinschorle mit Rosé Wein. Wie Aqua Monaco ist auch Schörli aus München.  Wird noch etwas zusätzlich benötigt? Nur Eiswürfel und Gläser, sonst nichts! Besondere Barmixer-Kenntnisse sind nicht nötig.

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Holzfass Obstbrand

Die Box „Guada Spezl“ beginnt mit einem Bayerischen Mule (warum haben die Drinks aus der Box „Spotzl“ keinen Namen?). Ein Mule ist ein Cocktail mit Ingwerbier oder Ginger Ale sowie einer Spirituose. Der Bayerische Mule besteht daher aus dem Ginger Beer von Aqua Monaco, Limette und als Spirituose dem Hochrad Hopfenvodka von Lutzenburger aus Mainburg.  Es geht weiter mit dem Bayerischen Gin&Tonic. Hier bitte nicht nach dem Rezept vorgehen! Mein Tipp: Erst den Illusionist Gin aus München mit den Eiswürfeln ins Glas geben. Die Zitrone in das Tonic Water von Aqua Monaco pressen. Und das anschließend über den Gin geben. Der dunkelblaue Gin verfärbt sich beim Einschenken in ein schönes Pink. Grund für den Farbwechsel ist die asiatische Schmetterlingsblüte, die im Gin enthalten ist. Wer nach Rezept vorgeht, hat zwar ebenfalls den Farbwechsel, aber da der dunkelblaue Gin in das Tonic gegossen werden soll, kommt die eigentliche Farbe des Gins nicht so gut zur Geltung beim Farbwechsel. Der dritte Drink ist ein Holzfass Obstbrand aus Äpfeln und Birnen von Lantenhammer am Schliersee. Mehr über Lantenhammer und Slyrs könnt ihr in diesem Beitrag lesen.

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Munich Munch

Wer steckt hinter der Bayern Box? Und da kommen wir in die Oberpfalz nach Regensburg zu Lea und Marco. Diese beiden hatten die Idee zu den bayerischen Cocktails mit bayerischen Spirituosen und weiteren regionalen Zutaten. Kamen früher die Spirituosen und auch die Softdrinks in der Regel ausschließlich von weltweiten Konzernen, gab es in den letzten Jahren immer mehr regionale Hersteller – vom bayerischen Whiskey, bayerischen Gin, bayerischen Rum, bayerischem Vodka bis eben hin zum Tonic Water oder Ginger Ale aus Bayern. Die Auswahl wird von Jahr zu Jahr größer. Und ich kann mich nur anschließen, die schmecken einfach „sauguad„! Da bei uns schon seit langem auch regionale Spirituosen im Schrank stehen, wie Whiskey von Slyrs oder Rum von Tierramonte und von Rumult, haben uns auch die bayerischen Cocktails aus der Bayern Box überzeugen können.

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