Ingwer-Schnitten – mein Lieblings-Rezept zu Weihnachten

Weihnachten und Ingwer-Schnitten gehören für mich untrennbar zusammen. Eigentlich heißen sie bei uns zu Hause „Ingwergebäck“, aber unter „Ingwer-Schnitten“ kann man sich mehr vorstellen. Sie werden zwar wie ein Blechkuchen gebacken, haben aber dennoch gewisse Ähnlichkeit mit Lebkuchen.

Wer Ingwer und Schokolade mag, der wird die Ingwer-Schnitten lieben. Die Zubereitung ist einfach, schief gehen kann eigentlich nichts. Außer man verliert die Geduld. Denn die Ingwer-Schnitten müssen mindestens zwei Wochen lagern, bis sie richtig gut schmecken. Frisch aus dem Ofen sind sie eher langweilig. Den feinen Ingwer-Schoko-Geschmack entwickeln sie erst beim Durchziehen. Und das dauert eben eine Weile …

Ingwer-Schnitten

Gericht: Gebäck
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 40 Minuten
Arbeitszeit 1 Stunde
Portionen 1 Backblech
Autor Franz

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Zutaten

  • 80 g Honig (ich nehme relativ geschmacksneutralen Akazienhonig)
  • 50 g Ahorn-Zucker (oder brauen Zucker)
  • 4 Stück Eier
  • 125 g Butter
  • 250 g Weizen (oder: fertiges Weizen-Vollkornmehl, alternativ: 1050er-Mehl)
  • 1 TL Backpulver
  • 180 g Rosinen
  • 30 g frischer Ingwer (ersatzweise 6 TL Ingwer-Pulver)
  • 1 EL Sahne
  • 250 g Zartbitter-Kuvertüre (alternativ: Raspelschokolade)
  • 1 Prise Salz
  • 0,5 TL Zitronensaft
  • 40 ml Kondensmilch (alternativ: 1 Eigelb, gleiche Menge Milch und 1 TL Puderzucker verrühren)

Anleitungen

  • Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Kuvertüre mit einer groben Raspeln raspeln - Ergebnis: siehe Bild. (wer es sich lieber bequem macht: fertig Raspelschokolade kaufen - aber die Kuvertüre ist geschmacklich halt besser)
    geraspelte Kuvertüre
  • Eier trennen, Eiweiß in den Kühlschrank stellen, Eigelb zusammen mit Honig und Butter eine Stunde bei Raumtemperatur stehen lassen (dann gerinnt beim Aufschlagen nichts)
  • Rosinen in eine Glas- oder Metallschüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen, sodass sie mit Wasser bedeckt sind. 3-5 Minuten stehen lassen, dann Wasser abgießen und gut abtropfen lassen, eventuell zusätzlich mit Küchenpapier abtupfen. Rosinen auskühlen lassen.
  • Weizen mahlen (Thermomix: 1 Minute / Stufe 10, mit Deckel und als Staubschutz eine Lage Küchenpapier dazwischen; anschließend in Schüssel umfüllen und zur Seite stellen). Wer fertiges Mehl verwendet, lässt diesen Schritt natürlich aus.
  • Mehl und Backpulver mit dem Schneebesen gut vermischen.
  • Rosinen mit einem großen Küchenmesser hacken. Idealerweise sind die Rosinen danach etwa geviertelt bis geachtelt (siehe Bild). In den Ingwer-Schnitten sollten sie nicht zu groß sein, aber noch als Rosinen herausschmecken.
    gehackte Rosinen
  • Honig, Zucker, Eigelb und Butter schaumig schlagen (im Thermomix: 3 Minuten / Stufe 4 mit Schmetterling)
  • frischen Ingwer mit einer Feinreibe reiben und dann mit dem Rücken eines großen Küchenmessers zu einer Art Paste zerdrücken - je feiner, desto besser. Am feinsten lässt sich der Ingwer reiben, wenn er vorher eingefroren war und dann 5 bis 10 Minuten angetaut ist. Wer Ingwerpulver verwendet, lässt diesen Schritt natürlich aus.
    Ingwer-Paste herstellen
  • Ingwer zur Ei-Zucker-Butter-Masse geben und noch einmal aufschlagen, damit sich der Ingwer gleichmäßig verteilt (im Thermomix: 10 Sekunden / Stufe 3,5 mit Schmetterling).
  • Sahne und Mehl hinzugeben und verrühren, sodass die Zutaten gerade so vermischt sind (im Thermomix: 40 Sekunden / Knetstufe, jetzt natürlich ohne Schmetterling)
  • gehackte Rosinen unterheben, sodass sie einigermaßen gleichmäßig verteilt sind (im Thermomix: 30 Sekunden / Knetstufe)
    Teigmasse mit Rosinen
  • Thermomix-Benutzer: Teig jetzt in eine große Schüssel umfüllen.
  • Eiweiß aus dem Kühlschrank holen und mit einer Prise Salz und dem Zitronensaft mit dem Handmixer zu einem steifen Schnee schlagen (im Thermomix: siehe nächster Anleitungsschritt; meine Empfehlung: den Ei-Schnee mit dem Handmixer schlagen statt mit dem Thermomix - man spart sich die Zwischenreinigung des Topfs und der Schnee wird mit dem Handmixer steifer)
  • Ei-Schnee aufschlagen für Thermomix-Benutzer: Mixtopf gründlich mit Spülmittel reinigen - er muss vollständig fettfrei sein. Topf mit kaltem Wasser ausspülen, nicht austrocknen. Schmetterling einsetzen, Eiweiß, Zitronensaft und Salz hinzufügen und 4 Minuten / Stufe 4 schlagen. Direkt zu Beginn einen Schuss heißes/kochendes Wasser (max. 1 EL) durch den Deckeltopf hinzu geben.
  • Den festen Ei-Schnee in drei Schritten vorsichtig unter die Teigmasse heben. Kleine, weiße Ei-Schnee-Flecken dürfen zum Schluss noch sichtbar ein. Ist vom Ei-Schnee nichts mehr zu sehen, hat man zu viel gerührt.
    fertiger Teig mit untergehobenem Ei-Schnee
  • Den fertigen Teig gleichmäßig auf das vorbereitete Backblech streichen.
  • Mit der Kondensmilch einpinseln (optional, ergibt aber einen schönen Glanz).
    Ingwer-Schnitten vor dem Backen
  • Bei 200 Grad Ober-/Unterhitze 15 bis maximal 20 Minuten lang backen. Nach 15 Minuten Garprobe mit Holzstäbchen/Zahnstocher machen.
    fertig gebacken
  • Nach dem Backen komplett auskühlen lassen, dann in kleine Quadrate schneiden und in verschlossenen Dosen lagern.

Notizen

Wie bereits erwähnt schmecken die Ingwer-Schnitten frühestens nach zwei Wochen Lagerung wirklich gut. Ich bewahre sie in verschlossenen Dosen auf, die ich mit Butterbrot-Papier auslege. Sollten die Schnitten mit der Zeit zu trocken werden, einfach einen Viertel Apfel mit in die Dose legen.
Die Ingwer-Menge gibt einen dezenten Ingwer-Geschmack. Wer es kräftiger mag, legt nochmal 10 bis 15 Gramm Ingwer dazu.

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