„Seasotto“ – Risotto mit roten Algen

Ich nenne es „Seasotto“: Das Risotto mit Rotalgen schmeckt so intensiv nach Meer (engl. „Sea“), dass es sich den Namen verdient hat. „Dulse“ heißt diese essbare, rote Alge, die ich auf einer Reise an die Ostküste Kanadas gefunden habe. Dulse gilt als neues Superfood – was mir aber erst einmal egal ist. Ich dachte mir, sie könnte ein herrliches Risotto ergeben und hab’s ausprobiert: Wow ist das lecker!

Die „Dulse“-Rotalge, die ich für das Risotto verwende, ist leider recht teuer, schmeckt aber so wunderbar nach frischer Meeresbrise, dass es das wert ist. Der Geschmack ist schwer zu beschreiben – ein wenig salzig und rauchig, leicht nach Krebs, aber nicht unangenehm, sondern eher frisch und leicht.

Getrocknet kann man die Dulse-Rotalgen als Snack statt Chips essen, als Flocken oder gemahlen als salziges Gewürz einsetzen. Und in der Pfanne gebraten sollen sie wie Speck schmecken. Das habe ich aber noch nicht ausprobiert, weil ich als Speck dafür dann doch lieber richtigen Speck nehme. Dulse gibt es übrigens auch hier in Europa: in Großbritannien und Irland mit gleichem Namen, in Frankreich heißen sie Dulce, in Island ist sie als Söl bekannt und auch in Spanien wird sie geerntet.

Drucken

"Seasotto" - Rotalgen-Risotto

Gericht Main Course, Risotto, Seafood
Länder & Regionen Fusion
Vorbereitungszeit 5 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Arbeitszeit 20 Minuten
Portionen 4 Personen

Zutaten

  • 40 g Parmesan, fein gerieben
  • 1 Stück Schalotte
  • 1 Stück kleine Knoblauchzehe
  • 40 g Butter
  • 10 g Olivenöl
  • 320 g Risotto-Reis
  • 50 g trockenen Weißwein (z.B. Sauvignon Blanc)
  • 400 ml Kalbsfond
  • 340 ml Wasser
  • 2 TL Dulse-Flocken (oder sehr klein geschnittene Dulse-Streifen)
  • 2 Prisen Pfeffer
  • 1 Schuss Limettensaft
  • 1 kleine Handvoll getrocknete Dulse-Streifen (ca. 4 Gramm)

Anleitungen

  1. Schalotte fein würfeln, Knoblauchzehe fein hacken (wer das unbedingt im Thermomix machen will, obwohl die Stücke dann recht grob sind: Schalotte und Knoblauch 5 Sekunden / Stufe 5 (mit Messbecher) zerkleinern)

  2. 20 Gramm Butter und das Olivenöl zusammen mit Schalottenwürfeln und Knoblauch 3 Minuten / 120°C / Stufe 0,5 im Thermomix dünsten (alternativ: am Herd im Kochtopf)

  3. Reis zugeben und noch einmal 3 Minuten / 120°C / Stufe 0,5 / Linkslauf (ohne Messbecher) dünsten (alternativ: im Kochtopf unter ständigem Rühren)

  4. Weißwein hinzugeben und 1 Minute / 100°C / Stufe 0,5 / Linkslauf dünsten (alternativ: im Kochtopf)

  5. Kalbsfond und Wasser hinzugeben, etwas frischen Pfeffer aus der Mühle und das gemahlene Dulse hinzu geben. 13 Minuten / 100°C / Stufe 0,5 / Linkslauf (ohne Messbecher) kochen, ein Küchensieb oder Garkörbchen als Spritzschutz auflegen (alternativ: Kalbsfond und Wasser in separatem Topf erhitzen und unter ständigem Rühren nach und nach über die Garzeit verteilt hinzu geben - so, wie man Risotto halt klassisch kocht ...)

  6. Dulse-Streifen in Fingerkuppen-große Stücke oder ähnlich große Streifen schneiden. 1 Minute, bevor das Risotto fertig ist, einen kleinen Schuss Limettensaft und die Dulse-Steifen dazu geben. 

  7. Risotto noch eine Minute im Mixtopf nachquellen lassen, dann die übrigen 20 Gramm Butter und den Parmesan unterheben.

  8. Ggfs. vorsichtig mit Salz abschmecken. Gewöhnlich ist aber kein zusätzliches Salz nötig, weil Dulse und Parmesan bereits salzig genug sind.

    Evtl. mit ein paar kleinen Dulse-Streifen dekorieren und sofort servieren.

Als vegane Variante funktioniert das „Seasotto“ Dulse-Risotto übrigens auch: Butter durch Olivenöl ersetzen, Kalbsfond durch eine milde, ungesalzene Gemüsebrühe. Den Parmesan kann man ganz weglassen und dafür die Dulse-Menge etwas erhöhen oder beim Abschmecken etwas Salz zugeben.

Mit gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links (Anzeige, Werbung) - mehr Details dazu in unseren Hinweisen zur redaktionellen Transparenz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.